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Von Bronze bis Gold alles geholt

 


Am Wochenende, 10. – 11.05.2024 fanden in Neuss, NRW, die deutschen Meisterschaften im Ringen der Veteranen (35 bis 60 Jahre) statt. Für den SV Ebersbach gingen die drei „alten Herren“ Jörg Sänger, Markus Ganssloser und Stephan Roos auf die Matte.

Der Württembergische Ringerverband stellte in demTurnier hinter dem Gastgeber Nordrhein-Westphalen den zweitstärksten Landesverband und belegte in der Länderwertung Platz zwei im griechisch-römischen Stil sowie Platz drei im Freistil.

Am Freitag startete das Turnier im Freistil. Es gingen insgesamt 127 Ringer auf die Matte.

Für den SVE kämpfte Jörg Sänger in der Gewichtsklasse bis 78 kg in der Altersklasse D (51 -55 Jahre). In dieser Klasse traten fünf Ringer an. Daher wurde im nordischen Stil, d.h. jeder gegen jeden, gerungen. Jörg musste in allen Kämpfen über die volle Kampfzeit gehen.

Im ersten Kampf traf Jörg auf Vladimir Kunz aus dem hessischen Rimbach. Der Ebersbacher war der aktivere Ringer geriet jedoch mit 1:2 in Rückstand. Noch vor der Halbzeit konnte er aber mit zwei Zweierwertungen mit 5:2 in Führung gehen. In der zweiten Runde baute Jörg die Führung mit zwei Einserwertungen zum 7:2-Punktsieg aus.

Im zweiten Kampf traf der SVE-Athlet auf Axel Holst aus Warnemünde. In dieser Auseinandersetzung erkämpfte er sich ungefährdet Punkt um Punkt und ging mit einer 5:0-Führung in die Pause. Im zweiten Durchgang baute Jörg die Führung mit zwei Zweierwertungen zum 9:0-Endstand aus.

Gegen Falk Schlehahn aus dem thüringischen Greiz ging Jörg zunächst mit 2:0 in Führung, wurde jedoch mit einer Aktion aus dem Stand überrascht und unterlag dadurch mit 2:4.

Da Schlehahn im darauffolgenden Kampf auf die Schultern ging, war für Jörg vor dem letzten Kampf noch alles möglich. Hier traf er auf Ünver Atack vom TUS Aldenhoven (NRW). Jörg erkämpfte sich zwar die erste Wertung, geriet dann aber deutlich in Rückstand, sodass es beim Stand von 3:12 in die Pause ging. In der zweiten Runde dominierte der Ebersbacher zwar den Kampf, den Rückstand konnte er aber nur noch auf 10:12 verkürzen.

Damit belegte er ein einem starken Teilnehmerfeld Platz drei.

 

In der Gewichtsklasse bis 70 kg und der Altersklasse E (56 - 60 Jahre) ging Stephan Roos für den SVE in das Turnier. In dieser Klasse kämpften vier Ringer. Daher musste auch hier jeder gegen jeden antreten.

Obwohl sich der Ebersbacher in der Vorbereitung auf seine bevorzugte Stilart griechisch-römisch konzentriert hatte, konnte er die ersten beiden Kämpfe souverän jeweils durch technische Überlegenheit gewinnen.

Gegen Thomas Elbing vom AC Mühlheim (NRW) gelang ihm das nach 1:40 Minuten mit drei Zweier-Wertungen und einem Armzug. Gegen den alten Bekannten aus früheren Mannschaftskämpfen, Winfried Kuhner, vom KSV Hofstetten (Südbaden), brauchte er nur 1:30 um den Kampf mit fünf Zweierwertungen vorzeitig zu beenden.

Im entscheidenden letzten Kampf traf Stephan Roos auf Nasanbayar Bodigerel aus dem hessischen Hanau. Der Ebersbacher konnte sich auf die unkonventionelle Ringweise seines Gegners schlecht einstellen. Obwohl er zunächst in Führung ging, ließ er sich mit zwei Griffen aus dem Stand überraschen und geriet zur Halbzeit in Rückstand. In der zweiten Runde kämpfte er sich noch einmal auf 9:11 heran, wurde jedoch gekontert und unterlag mit 9:13. Damit musste an diesem Tag mit der Silbermedaille zufriedengeben.

 

Am nächsten Tag gingen 121 Athleten auf die Matte, um sich die Titel im griechisch-römischen Stil zu erkämpfen.

Für Markus Ganssloser war es die erste Teilnahme an den German Masters. Er trat in der Gewichtsklasse bis 100 kg in der untersten Altersklasse A an, in der sieben Athleten um den Titel kämpften. Daher ging es hier in zwei Pools zunächst um den Gruppensieg. Markus wurde in den Pool mit drei Gegnern gelost.

Im ersten Kampf traf er auf Nils Härtwig aus Leipzig. Den Kampf konnte Markus in der ersten Runde mit einer Serie von Durchdrehern nach nur 45 Sekunden durch technische Überlegenheit vorzeitig beenden.

Im zweiten Kampf gegen Sven Betschke, ebenfalls aus Leipzig, fielen keine technischen Wertungen. Markus war aber über die gesamte Kampfzeit der aktivere Ringer, sodass die beiden Passivitätspunkte für seinen 2:0-Sieg reichten.

Der dritte Poolkampf entschied nun über den Gruppensieg und den Einzug ins Finale. Gegen Jörn Dassow aus Berlin kam Markus durch einen Armdrehschwung zu vier Punkten. Da er auch in diesem Kampf der aktivere Ringer war, kam noch ein Verwarnungspunkt in der zweiten Runde hinzu. Durch den verdienten 5:0 Punktsieg waren der Finaleinzug und die Silbermedaille sicher.

Im Finalkampf gegen Waldemar Streib aus Wiesbadenwar Markus in der ersten Kampfhälfte der aktiverer Ringer und ging durch einen Verwarnungspunkt knapp in Führung. Im zweiten Durchgang musste jedoch der Ebersbacher wegen Passivität in die Unterlage. Daraus erkämpfte sich sein Gegner mit vier Durchdrehern die 9:1-Führung zum vorzeitigen Sieg durch technische Überlegenheit.

 

Stephan Roos hatte im griechisch-römischen Stil nur einen Gegner. Er musste sich erneut mit Winfried Kuhner auf dem südbadischen Hofstetten messen. Bei seiner ersten Aktion wurde er zunächst gekontert und geriet mit 0:2 in Rückstand. Dann gelang ihm jedoch ein Schwunggriff aus dem Stand, mit dem er seinen Gegner kurz vor Ende der ersten Kampfhälfte auf die Schultern zwingen konnte. Dadurch konnte der Ebersbacher seine altersbedingt letzten Meisterschaften und seine Ringer-Laufbahn mit einem Titel beenden.

SR


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