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Ein Abend voller Emotionen- Mirways Karimi wird zumMatchwinner gegen den KSV Neckarweihingen

Am vergangenen Samstag bebte die Marktschulturnhalle in Ebersbach, als der SV

Ebersbach zum Mannschaftskampf in der ERIMA Ringer-Oberliga Württemberg den

KSV Neckarweihingen empfing. Die Atmosphäre war angespannt und

energiegeladen – der SV Ebersbach wollte gegen den Tabellendritten zeigen, was im

Team steckt. Am Ende stand ein glücklicher, aber auch verdienter 19:14-Sieg und

die Halle feierte ihre Helden.

Im ersten Kampf des Abends sorgte Bence Kovács (57kg, griechisch-römischer Stil)

für den perfekten Auftakt gegen Alexander Weinberg. Mit schnellen Aktionen und

klarem Siegeswillen dominierte Kovács den Kampf. Schon nach 2:06 Minuten und

holte er sich mit 16:0 einen vorzeitigen technischen Überlegenheitssieg. Die

Ebersbacher Fans waren sofort mit Begeisterung dabei.

Der zweite Kampf im Schwergewicht (130kg, Freistil) brachte kampflos vier Punkte

für Patrik Szurovszki, da Neckarweihingen keinen Ringer stellen konnte. Diese

Führung gab Selbstvertrauen und die Richtung vor.

Packend wurde es im 61kg Freistil: Mirways Karimi traf auf Alexander Schweng.

Schweng ging früh in Führung, doch Karimi kämpfte sich beeindruckend zurück –

nach 2:15 Minuten feierte er aus einen Konter heraus einen Schultersieg. Das Team

jubelte, denn jeder Punkt war hart erkämpft. Das dieser Kampf das Zünglein an der

Waage sein wird, ahnte man schon im Voraus.

Im 98kg griechisch-römisch zeigten Nikolaos Papadopoulos und Achim Vollmer

einen taktisch geprägten Kampf, den Papadopoulos mit 6:2 Punkten für Ebersbach

entschied. Hier zeigte sich, dass Kondition und der unbedingte Siegeswille das

unmögliche möglich macht. Der SVE-Athlet ließ nie Zweifel aufkommen, wer der

tonangebende Ringer auf der Matte ist.

Auch Stefan Weller (66kg, griechisch-römisch) überzeugte in einem zähen Duell

gegen Daniel Schweng und erkämpfte mit Ruhe und Cleverness einen 1:1

Punktsieg. Nach fünf Kämpfen ging Ebersbach mit einer 15:0 Führung in die Pause.

Doch wer glaubte, dass dieses Zwischenergebnis zum Sieg ausreichen wird, sah

sich fast eines besseren belehrt.

Denn Neckarweihingen setzte nach der Pause alles auf eine Karte. Im 86kg Freistil

musste Iljas Biltoev gegen Alexander Jakob eine Schulterniederlage einstecken. Im

71kg Freistil kam Ismail Tashuev gegen Felix Fecher unter Druck und verlor

vorzeitig durch technische Überlegenheit des Gästeringers. Auch André Steinwand

(80kg griechisch-römisch) kämpfte tapfer gegen Michal Kaluzny, musste sich aber

nach Punkten geschlagen geben.

Timo Roos (75Akg, griechisch-römisch), stellte sich gegen Piotr Stolarczyk wieder in

den Dienst der Mannschaft. Gleich mit der ersten Aktion des Neckarweihinger

Athleten, musste er sich entscheidend schultern lassen.


Der letzte Kampf musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Ebersbacher

führten mit 15:14.

Doch Islam Tashuev (75Bkg, Freistil) bewies zum Abschluss Nervenstärke, zwang

Andranik Ovsepian zur Aufgabe und sicherte mit seinem Sieg den Gesamterfolg. Der

Gästeringer führte mit 2:0 Punkten, verletzte sich aber in einer Aktion an der Rippe,

sodass er den Kampf aufgeben musste. An dieser Stelle wünschen wir Andranik gute

Besserung und eine baldige Genesung!

Nach diesem emotionalen und mitreißenden Abend bleibt der SV Ebersbach auf dem

siebten Tabellenplatz, macht aber einen wichtigen Schritt Richtung Mittelfeld –

Neckarweihingen rutscht auf Platz vier.

Trainer Hansi Scherr zog nach dem spannenden Heimkampf gegen den KSV

Neckarweihingen ein positives Fazit: „Der Sieg gegen einen so starken Gegner zeigt,

dass unsere Mannschaft in dieser Saison weit mehr erreichen kann, als es der

Tabellenplatz vermuten lässt. Die Jungs haben Herz gezeigt, jede Begegnung mit

voller Konzentration und Kampfgeist bestritten. Auch wenn es zwischendurch

Rückschläge gab, hat jeder gekämpft, als ginge es um den Meistertitel. Das macht

mich stolz.“ Besonders hob er die beeindruckenden Leistungen von Bence Kovács

Mirways Karimi, Stefan Weller und Niko Papadopoulos hervor, die mit ihren Kämpfen

wichtige Siege einfuhren. „Aber auch die Mannschaft als Ganzes hat diesen Erfolg

möglich gemacht, Teamgeist und Zusammenhalt waren heute genauso entscheidend

wie die einzelnen Punkte.“


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