Ein Abend voller Emotionen- Mirways Karimi wird zumMatchwinner gegen den KSV Neckarweihingen
- Mario Schmidtke
- 16. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Am vergangenen Samstag bebte die Marktschulturnhalle in Ebersbach, als der SV
Ebersbach zum Mannschaftskampf in der ERIMA Ringer-Oberliga Württemberg den
KSV Neckarweihingen empfing. Die Atmosphäre war angespannt und
energiegeladen – der SV Ebersbach wollte gegen den Tabellendritten zeigen, was im
Team steckt. Am Ende stand ein glücklicher, aber auch verdienter 19:14-Sieg und
die Halle feierte ihre Helden.
Im ersten Kampf des Abends sorgte Bence Kovács (57kg, griechisch-römischer Stil)
für den perfekten Auftakt gegen Alexander Weinberg. Mit schnellen Aktionen und
klarem Siegeswillen dominierte Kovács den Kampf. Schon nach 2:06 Minuten und
holte er sich mit 16:0 einen vorzeitigen technischen Überlegenheitssieg. Die
Ebersbacher Fans waren sofort mit Begeisterung dabei.
Der zweite Kampf im Schwergewicht (130kg, Freistil) brachte kampflos vier Punkte
für Patrik Szurovszki, da Neckarweihingen keinen Ringer stellen konnte. Diese
Führung gab Selbstvertrauen und die Richtung vor.
Packend wurde es im 61kg Freistil: Mirways Karimi traf auf Alexander Schweng.
Schweng ging früh in Führung, doch Karimi kämpfte sich beeindruckend zurück –
nach 2:15 Minuten feierte er aus einen Konter heraus einen Schultersieg. Das Team
jubelte, denn jeder Punkt war hart erkämpft. Das dieser Kampf das Zünglein an der
Waage sein wird, ahnte man schon im Voraus.
Im 98kg griechisch-römisch zeigten Nikolaos Papadopoulos und Achim Vollmer
einen taktisch geprägten Kampf, den Papadopoulos mit 6:2 Punkten für Ebersbach
entschied. Hier zeigte sich, dass Kondition und der unbedingte Siegeswille das
unmögliche möglich macht. Der SVE-Athlet ließ nie Zweifel aufkommen, wer der
tonangebende Ringer auf der Matte ist.
Auch Stefan Weller (66kg, griechisch-römisch) überzeugte in einem zähen Duell
gegen Daniel Schweng und erkämpfte mit Ruhe und Cleverness einen 1:1
Punktsieg. Nach fünf Kämpfen ging Ebersbach mit einer 15:0 Führung in die Pause.
Doch wer glaubte, dass dieses Zwischenergebnis zum Sieg ausreichen wird, sah
sich fast eines besseren belehrt.
Denn Neckarweihingen setzte nach der Pause alles auf eine Karte. Im 86kg Freistil
musste Iljas Biltoev gegen Alexander Jakob eine Schulterniederlage einstecken. Im
71kg Freistil kam Ismail Tashuev gegen Felix Fecher unter Druck und verlor
vorzeitig durch technische Überlegenheit des Gästeringers. Auch André Steinwand
(80kg griechisch-römisch) kämpfte tapfer gegen Michal Kaluzny, musste sich aber
nach Punkten geschlagen geben.
Timo Roos (75Akg, griechisch-römisch), stellte sich gegen Piotr Stolarczyk wieder in
den Dienst der Mannschaft. Gleich mit der ersten Aktion des Neckarweihinger
Athleten, musste er sich entscheidend schultern lassen.
Der letzte Kampf musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Ebersbacher
führten mit 15:14.
Doch Islam Tashuev (75Bkg, Freistil) bewies zum Abschluss Nervenstärke, zwang
Andranik Ovsepian zur Aufgabe und sicherte mit seinem Sieg den Gesamterfolg. Der
Gästeringer führte mit 2:0 Punkten, verletzte sich aber in einer Aktion an der Rippe,
sodass er den Kampf aufgeben musste. An dieser Stelle wünschen wir Andranik gute
Besserung und eine baldige Genesung!
Nach diesem emotionalen und mitreißenden Abend bleibt der SV Ebersbach auf dem
siebten Tabellenplatz, macht aber einen wichtigen Schritt Richtung Mittelfeld –
Neckarweihingen rutscht auf Platz vier.
Trainer Hansi Scherr zog nach dem spannenden Heimkampf gegen den KSV
Neckarweihingen ein positives Fazit: „Der Sieg gegen einen so starken Gegner zeigt,
dass unsere Mannschaft in dieser Saison weit mehr erreichen kann, als es der
Tabellenplatz vermuten lässt. Die Jungs haben Herz gezeigt, jede Begegnung mit
voller Konzentration und Kampfgeist bestritten. Auch wenn es zwischendurch
Rückschläge gab, hat jeder gekämpft, als ginge es um den Meistertitel. Das macht
mich stolz.“ Besonders hob er die beeindruckenden Leistungen von Bence Kovács
Mirways Karimi, Stefan Weller und Niko Papadopoulos hervor, die mit ihren Kämpfen
wichtige Siege einfuhren. „Aber auch die Mannschaft als Ganzes hat diesen Erfolg
möglich gemacht, Teamgeist und Zusammenhalt waren heute genauso entscheidend
wie die einzelnen Punkte.“


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